Brillen Allgemein
3d Brillen fĂŒr Filme
Aktualisiert (Dienstag, den 30. November 1999 um 00:00 Uhr) Geschrieben von: Administrator Sonntag, den 21. Februar 2010 um 19:21 Uhr
Mittlerweile ist es offiziell. âAvatarâ hat âTitanicâ vom Thron gestoĂen und
ist damit der Erfolgreichste Film aller Zeiten. Von allen Seiten hagelt es Lob
und Beifall. Einige Kritiker reden von einer Revolution in der Filmwelt.
Doch woher diese Euphorie?
Wenn man die Kritiker fragt bekommt man die meist sehr kurze, aber
aussagekrĂ€ftige Antwort â3dâ.
Wenn also diese Technik einem Film, zu einem nicht unbeachtlichen Teil, dazu
geholfen hat der erfolgreichste Film aller Zeiten zu werden, ist sie es sicher
Wert, dass man sie einmal nÀher betrachtet.
Damit wir ein Bild rÀumlich, also dreidimensional, wahrnehmen muss es aus 2
Bildern bestehen. Die unterschiedliche Position unserer Augen ermöglicht die
Aufnahmen von Bildern aus unterschiedlichen Perspektiven. Das Gehirn setzt diese
nun zu einem zusammen und es entsteht ein rĂ€umliches Bild. SchlieĂt man ein Auge
so ist das Bild nur noch zweidimensional und man kann Entfernungen schlechter
wahrnehmen. So sieht es auch mit dem herkömmlichen Film aus.
Man erahnt die dritte Dimension zwar anhand der GröĂenunterschiede, doch
wirklich wahrnehmen kann man sie nicht.
Um dem Zuschauer also tatsÀchliche DreidimensionalitÀt bieten zu können muss man
einen weg finden den Augen zwei unterschiedliche Bilder zu vermitteln, die
perfekt auf den natĂŒrlichen Perspektivenunterschied abgestimmt sind.
Zu Beginn der dreidimensionalen FilmvorfĂŒhrung benutzte man das klassische,
zweifarbige Bildtrennungssystem. Die meist rot-grĂŒnen Brillen wurden
mittlerweile aber von moderneren Methoden verdrÀngt.
Die zwei meist genutzten Methoden, auch im Fall von âAvatarâ, sind die
Polarisationsfiltertechnik und die Shuttertechnik.
Bei der zweiten strahlt der Projektor abwechselnd das Bild fĂŒr das linke und das
rechte Auge auf die Leinwand. Dazu wird die Filmspule doppelt so schnell
wiedergegeben und die Shutterbrille verdunkelt von einem Infrarotsignal
gesteuert zum jeweiligen Zeitpunkt ein Brillenglas. So sieht das jeweilige Auge
das richtige Bild.
Bei der hÀufiger verwendeten Polarisationsfiltertechnik werden 2 Projektoren
aufgestellt die mittels Filtern das Licht so polarisieren, dass auch nur das,
ebenfalls mit Filtern bestĂŒckte, Brillenglas, fĂŒr welches das Bild gedacht ist,
das Licht durchlÀsst. Die perfekte Illusion ist geschaffen.